Glasgravur Anleitung: Glas selbst gestalten

Glasgravur Anleitung

Glasgravur Anleitung: Glas selbst gestalten

Individuelle Präsente sind etwas ganz Besonderes und zeugen von persönlicher Verbundenheit mit dem Beschenkten. Gravierte Glaswaren sehen besonders edel und aufwändig aus, obwohl sie ganz einfach herzustellen sind. Wie wäre es in etwa mit hübschen, in Blumenmustern gravierten Teelichthaltern? Beliebt sind auch gravierte, personalisierte Schnapsstamperl, Biergläser oder Sektkelche. Letztere eignen sich des Weiteren auch gut als Hochzeitsgeschenk, wenn die Namen des Brautpaares und der Trauungstermin eingraviert werden. Das Gravieren von Glas ist gar nicht schwer und gelingt nach etwas Übung ganz leicht.

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Mit der richtigen Gravurausrüstung wird es perfekt

Das Wichtigste für eine ansprechende Glasgravur ist das richtige Werkzeug. In Bastelfachgeschäften und Baumärkten sind Gravurgeräte erhältlich, ebenso kann auch ein so genanntes Multitool verwendet werden, das lediglich durch einen Gravuraufsatz ergänzt werden muss. Bereits beim Kauf eines solchen Geräts sollte darauf geachtet werden, dass weitere Gravuraufsätze erhältlich sind – diese müssen von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden. Die Gravuraufsätze werden oft in Sets zusammengefasst, die verschiedene Formen der Schleifköpfe enthalten und somit für feine und dicke Linien sowie Schattierungen eingesetzt werden können. Zusätzlich zu einem Gravurgerät und den passenden Aufsätzen ist die Verwendung einer Staubmaske und einer Schutzbrille ratsam, die ebenfalls in einem Baumarkt erhältlich sind. Unbedingt auf der Einkaufsliste sollten auch dünne Latexhandschuhe stehen, die nicht nur die Finger vor dem feinen Glasstaub schützen, sondern auch ein sicheres Handling mit dem zu gravierenden Material erlauben. Als passende Objekte für die Gravur können eigentlich alle Gegenstände aus klarem Glas verwendet werden: Große Windlichter und Vasen sind ebenso geeignet wie Aschenbecher, Schnaps- und Teegläser, Gläser für Sekt oder Wein und gläserne Teelichthalter.

Erste Übungen am Glas

Für den Anfang sollte ein dickeres Glas gewählt werden, damit ein Gefühl für das Material und den Umgang mit dem Gravurgerät erarbeitet wird. Die ersten Übungen brauchen noch keine Vorlage. Begonnen werden sollte damit, das Glas sicher zu halten und mit der anderen Hand das Gravurgerät zu führen. Die verschiedenen Aufsätze können so nacheinander ausprobiert werden: Für das Gravieren ist die auf der Verpackung der Gravuraufsätze aufgedruckte Höchstdrehzahl ratsam. Feine Linien entstehen mit einem dünnen Aufsatz, der mit ruhiger Hand am Glas entlang geführt wird. Für Schraffuren sollte ein kegelförmiger Schleifaufsatz genutzt werden, der zuerst leicht, dann je nach Bedarf mit mehr Druck auf dem Glas aufgesetzt wird. Sind diese ersten Übungen gelungen, so kann bereits mit den ersten „richtigen“ Glasgravuren begonnen werden.

Die Vorlage hinters Glas bringen

Glasgravur AnleitungDie richtige Vorlage ist für eine gelungene Gravur besonders wichtig. Schriftzüge, Fotos, Muster und Grafiken sind am einfachsten per PC vorzubereiten. Das Gravieren geht besonders leicht von der Hand, wenn die gewünschten Linien weiß auf einem schwarzen Grund dargestellt werden; aber auch schwarze Schrift auf weißem Grund ist möglich. Abzuraten ist jedoch von mehrfarbigen Vorlagen oder solchen, die besonders viele feine Linien enthalten. Auch muss der Ausdruck der Vorlage unbedingt in Originalgröße erfolgen. Um diese dann im gewünschten Glas zu platzieren, ist – je nach Größe des zu gravierenden Objektes – eine Serviette oder auch ein kleines Handtuch praktisch. Dieses „Füllmaterial“ wird in das Glas gegeben, um die zurechtgeschnittene Vorlage fest von innen an das Glas zu pressen und diese zuverlässig und sicher an der gewünschten Position zu halten.

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Wichtige Tipps für das Gravieren

Beim eigentlichen Gravieren sollten zuerst sämtliche Außenlinien nachgezogen werden. Am besten wird dabei mit einem dünnen Gravuraufsatz begonnen werden – so fallen kleinere Fehler nicht auf und beim Nachgravieren mit einem größeren Aufsatz kann dieser nicht mehr so leicht abrutschen. Beim Gravieren sollte nicht zu viel Druck auf das Glas ausgeübt werden, sonst könnte dies, gerade wenn das Material eher dünn ist, brechen. Es ist ohnehin viel wirkungsvoller, Linien, die besonders markant erscheinen sollen, lieber mehrmals nachzufahren. Nach dem Herausarbeiten der Umrisse können Schattierungen mit einem breiten Kegelaufsatz eingebracht werden. Zwischendurch sollte das Glas immer wieder mit einem weichen Tuch abgewischt werden, um entstandenen Staub zu entfernen und die Sicht auf die im Glas befestigte Vorlage zu verbessern. Ist das gewünschte Muster eingraviert, muss das Glas unbedingt mit einem Spülmittel gründlich gereinigt werden, bevor es an den Beschenkten überreicht und dort sicher mit einem Ehrenplatz bedacht wird.




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