Carmenbluse nähen – Anleitung mit Schnittmuster

Carmenbluse nähen Schnittmuster

Carmenbluse nähen – Anleitung mit Schnittmuster

Gerade an heißen Sommertagen sollte die Kleidung leicht und luftig sein. Eine hübsche Carmenbluse eignet sich dafür besonders gut – durch den eingezogenen Gummi am Halsausschnitt kann die Bluse prima schulterfrei getragen werden. Als Stoff eignet sich ein leichtes Baumwollgewebe oder ein Batist; aber auch das Nähen aus einem Jerseystoff ist kein Problem. Bei der Farbauswahl sind keine Grenzen gesetzt. So wirkt eine Bluse im Landhausstil in blau-weißem Vickykaro gut zu einer Jeans; eine Carmenbluse aus Batist mit Stickerei wirkt edel. Je nach verwendetem Stoff kann der Bluse also immer wieder ein neues Aussehen verliehen werden. Und das Beste: Wird die Bluse etwas gekürzt, kann sie auch gut als Dirndlbluse getragen werden. Zudem ist die Bluse für nahezu alle Konfektionsgrößen geeignet und kann für Kinder ebenso gut genäht werden wie für große Größen.

In wenigen Schritten zur bequemen Carmenbluse

Material für eine Carmenbluse:

  • je nach Größe ca. 2 Meter Stoff (leichte Baumwolle, Batist oder auch Jersey)
  • Gummiband, ca. 0,5 cm breit
  • farblich passendes Garn, Schere, Maßband, Nähmaschine und Schneiderkreide

Hier gibt es Baumwollstoff für die Carmenbluse

Zuerst sollte genau Maß genommen werden. Die Oberweite ist wichtig ebenso wie die Hüftweite, je nach gewünschter Bequemlichkeit sollten diesen Maßen zwischen 5 und 10 Zentimetern dazugegeben werden. Der Oberarmumfang muss auch gemessen werden: Diesem Maß sollten 5 Zentimeter zugegeben werden, damit die Ärmel bequem sind. Sind größere Puffärmel erwünscht, können auch hier bis zu 10 Zentimeter dazugegeben werden. Notiert werden sollte auch die gewünschte Länge der Bluse. Am besten wird vor dem Beginn des Zuschnitts und des Nähens eine Skizze angefertigt, die sich an der Vorlage orientieren sollte.

Nähen ohne Schnittmuster

Carmenbluse Schnittmuster

Für die Carmenbluse wird kein besonderes Schnittmuster benötigt, die Skizze und ein Maßband reichen völlig aus. Der Stoff wird einfach doppelt gelegt, dann werden mit Schneiderkreide die gewünschten Schnittteile aufgezeichnet. Als Nahtzugabe sollten mindestens 0,5 Zentimeter zugegeben werden. Anschließend werden die Teile ausgeschnitten und dann geht es auch schon ans Nähen.

Anleitung Schritt 1:

Zuerst werden die Ärmelnähte geschlossen, das geht am besten mit einem kurzen Geradstich, sofern ein nicht dehnbarer Stoff verwendet wird. Sollte die Bluse aus einem elastischen Stoff genäht werden, muss unbedingt ein Stretch-Stich verwendet werden. Wenn die Nähmaschine keinen solchen Stich besitzt, dann kann auch ein eng eingestellter Zickzackstich benutzt werden.

Schritt 2:

Nach dem Schließen der Ärmelnähte sind die Seitennähte des Blusenteils an der Reihe. Diese werden ebenso mit einem Geradstich zusammengenäht; anschließend werden die Ärmel an dieses Teil eingenäht. Beim Nähen sollte am besten in der Achsel begonnen werden, damit am Ende alles passgenau ist. Der obere Ausschnitt ist jetzt ohne das eingezogene Gummiband noch sehr weit.

Schritt 3:

Nun werden der obere Ausschnitt, die Ärmel und der untere Blusenabschluss versäubert, damit der Stoff nicht ausfransen kann. Das geht gut mit einem Zickzack- oder Overlockstich. Mit einer solchen Versäuberung müssen die Kanten nicht weiter umgenäht werden – dazu kann auch gern ein Garn in Kontrastfarben verwendet werden, was der Bluse einen besonderen Pep gibt.

Schritt 4:

Nun geht es an das in-Form-bringen: Am Ausschnitt wird der Stoff ca. 1,5 bis 2 Zentimeter weit nach innen umgeklappt und festgesteppt. Lediglich eine rund 2 Zentimeter lange Stelle solle frei gelassen werden: Dort wird jetzt das Gummiband eingezogen – dafür gibt es spezielle Helferlein; eine Sicherheitsnadel tut es aber auch. Um die richtige Länge des Gummibands zu bestimmen, sollte die Bluse kurz übergezogen werden, damit bestimmt werden kann, wie weit der Ausschnitt fallen soll. Anschließend wird das Gummiband auf gewünschter Länge zusammengenäht.

Carmenbluse selbst genähtDie Puffärmelchen werden anschließend ganz schnell fabriziert: Die Bluse wird auf links übergezogen und mittels der Schneiderkreide die Stelle markiert, an der das Gummiband sitzen soll. Dabei kann dann auch gleich ausprobiert werden, wie lang das Gummiband im Ärmel sein darf – das Gummiband sollte nicht zu locker liegen, aber auch nicht einschneiden! Das Band wird nun auch die gewünschte Länge gekürzt und gleich auch noch ein zweites Band in gleicher Länge bereitgelegt. Nun wird das Gummiband in den Ärmel eingenäht: Mit einem engen Zickzackstich wird das Band unter ein bisschen Spannung auf der Innenseite befestigt. So kräuselt sich der Ärmel automatisch und der Effekt ist perfekt – fertig!

Zahlreiche Variationen sind möglich

Mit diesem einfachen Grundschnitt kann natürlich gern variiert werden: Gekürzt wird aus der Carmen- eine Dirndlbluse. Dabei kann, falls gewünscht, unter dem Busen noch ein weiteres Gummiband angenäht werden, damit die Bluse unter dem Dirndl gut sitzt. In längerer Form wird aus der Carmenbluse sogar ein luftiges Sommerkleid, das wunderbar zusammen mit einem Gürtel getragen werden kann.

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Comment (1)

  • Heike Reply

    Ein schöner einfacher Schnitt!
    Wie breit ist die Schrägung von der Axel bis zur oberen Kante?

    14. Februar 2016 at 13:07

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