F1 Bericht Hockenheim 2008

F1 Rennen Hockenheim

F1 Bericht Hockenheim 2008

Hallo liebe Hobby-Community, ich hatte mal wieder das Vergnügen, live bei einem Formel 1 Rennen dabei zu sein. Dieser F1-GrandPrix war Michaels und mein dritter Livebesuch vor Ort, wir wussten also schon, was uns erwarten würde. Für Heinz und Christoph war es der erste Besuch live an der Strecke. Wir alle sind begeisterte F1 Fans und fieberten diesem Event schon ungeduldig entgegen. Zusammen sind wir am Donnerstag angereist. Den Campingplatz hatten wir schon vorher gebucht, so konnten wir ohne große Suche und Umwege direkt unsere Zelte und den Pavillon aufbauen, denn wir wollten die Boxengasse besichtigen, die nachmittags geöffnet war. Leider kamen wir dann doch etwas zu spät an der Strecke an, das Thema Boxengasse hatte sich schnell erledigt. Also haben wir erst einmal alles Drumherum besichtigt: verschiedene Tribünen und die F1-Village. Dort hatten die Teams Merchandising- und Verkaufsstände aufgebaut, Showcars wurden gezeigt usw. Nach ca. 2 Stunden war unser erster „F1-Hunger“ gesättigt, sind zurück zum Zeltplatz und haben den Abend mit Grillen und Feiern verbracht.

Formel 1 Wochenende kurz erzählt…

Der Freitag

Am Freitagmorgen – Heinz ist ein Frühaufsteher dem es alleine langweilig wird 😉 – sind wir also ca. 7 Uhr aufgestanden, haben Kaffee gekocht, den Grill angeschmissen, Toast geröstet und gefrühstückt. 10.30 Uhr sind wir an der Strecke und unserer Tribüne angekommen. 11 Uhr ging das erste freie Training der F1 los. Der Sound und die Lautstärke der F1-Boliden sind einfach unglaublich. Das kann man wirklich schlecht in Worte fassen und Beschreiben. Die Boliden sind so laut, dass man es ohne Ohrenstöpsel einfach nicht aushält. Die Fehlzündungen beim Herunterschalten und Bremsen dröhnen extrem und spürt sie im Brustkorb. Bei echten Motorsportfans löst das eine unglaubliche Freude aus. Wir sind bis zum Nachmittag auf unserer Tribüne gewesen, haben die GP2, Formel BMW und den Porsche-Cup noch erleben dürfen. Nur um etwas zu essen zu kaufen, Bier zu holen und wieder wegzubringen 😉 haben wir die Tribüne verlassen. Nachmittags dann also wieder zum Zeltplatz, über die ersten Eindrücke fachsimpeln, Grillen und was man sonst noch so alles macht beim Zelten.

Der Samstag – F1 Qualifying

Zelten Formel 1 HockenheimDer nächste Morgen, Samstag Morgen, ging gleich gut los. Ich schlief bei Heinz mit im Zelt. Er wachte gewohnt früh auf, so ca. 6 Uhr. Er weckte mich und meinte: „He, was hast du mit dem Zelt gemacht?“ Ich schaute noch ganz verschlafen an die Zeltwand auf meiner Seite. Da klaffte ein großes Loch, meine Hose, meine Jacke und mein Portemonai lagen draußen. Ein ungutes Gefühl überkam mich und es bestätigte sich mein erster Gedanke. Da hatte nachts jemand fein säuberlich die Zeltwand aufgeschlitzt, mein ganzes Geld und die F1-Karte geklaut. Ausweise, Karten und Handy hatte er glücklicherweise dagelassen. Wie sich später herausstellte, hatten viele andere auf dem Zeltplatz die gleiche Erfahrung machen müssen. Meine Stimmung war natürlich etwas getrübt, hatte ich doch keine Eintrittskarte und kein Geld mehr. Ohne zu zögern haben die anderen drei Geld zusammengelegt um mir eine neue Karte kaufen zu können. Alle haben zu gleichen Teilen gespendet und es mir so möglich gemacht, die F1 doch noch zu erleben. Keiner wollte das Geld wiederhaben. Für diese Geste möchte ich mich hiermit bei allen noch einmal herzlich Bedanken, das sind wirkliche Freunde. Wer sich mit F1 ein wenig auskennt, der weiß wie teuer F1-Karten sind. Den Schock überstanden haben wir dann den Tag an der Strecke auf unserer Tribüne verbracht: GP2, BMW M1 Procar, Formel BMW, Porsche Supercup und natürlich das Highlight: das F1-Qualifiyng, hat unseren Ärger vergessen lassen. Am Abend konnten wir dann schon wieder Scherze über den „Zeltschlitzer“ machen. Wir waren uns noch nicht einig, ob wir am Sonntag Abend oder erst am Montag wieder abreisen würden, also haben wir den Abend mit Grillen und Feiern verbracht, es hätte ja der letzte Abend sein können. Es ist unglaublich, was die Fans auf den Zeltplätzen alles an Geschütz auffahren. Angefangen von Bierzelten mit Zapfanlagen, großen Musikanlagen, Fanzelten bis hin zu aufblasbaren Swimmingpools war alles vorhanden.

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Der Sonntag – Das F1 Rennen

Toro Rosso F1 2008Der Samstag Abend wurde also etwas später und so haben wir am Sonntag auch etwas länger geschlafen und uns Zeit gelassen zur Strecke zu kommen. Gegen 11 Uhr auf unserer Tribüne angekommen, bot sich schon ein etwas anderes Bild als noch am Freitag oder Samstag: die Tribüne war proppenvoll und es war echt schwer, zusammen noch einen Platz zu bekommen. Unsere Tribüne war eine Stehtribüne, direkt an der Spitzkehre 1. Die Zeit bis zum Rennstart 14 Uhr zog sich, denn jeder von uns konnte es kaum erwarten, das gesamte Feld nach dem Start auf die Spitzkehre zurasen zu sehen und vor allem zu hören. Ein einzelner F1-Wagen macht schon ein wahnsinns Gebrüll aber 20 auf einmal…

Das Wetter war anders als die Vorhersage, nämlich trocken und es zeigte sich sogar die Sonne. Ein Regenrennen, welches ja Extraspannung verspricht, konnten wir also nicht erwarten. Der Start und das vorbeidonnern der Boliden in der ersten Runde waren wie erwartet extrem beeindruckend. Man kann es nicht beschreiben, so etwas muss man selbst mal erlebt haben. So schnell wie sie gekommen waren, so schnell waren sie auch wieder verschwunden. Gegenüber unserer Tribüne stand eine große Videoleinwand und so konnten wir das Rennen bis zum nächsten Vorbeikommen weiter verfolgen. In der nächsten Runde ist das Feld schon unglaublich weit auseinandergezogen und nach ca. 10 Runden fährt der letzte im Feld (Fisicella) aus unserem Sichtfeld und der Führende (Hamilton) kommt schon wieder angerast. Live an der Strecke hat man eine ganz andere Perspektive als vor der Glotze, man sieht Runde für Runde die Abstände der einzelnen Fahrer und sieht ganz genau wer aufholt und wer verliert.

Formel 1 Rennen HockenheimLewis Hamilton hatte in diesem Rennen mit Abstand die beste Pace und fuhr dem zweiten, Felipe Massa immer weiter davon. Ein Unfall von Timo Glock verursachte eine Safetycarphase und so wurde das Rennen noch einmal wirklich spannend, denn verschiedene Strategien an Boxenstopps durchmischten das Feld noch einmal ordentlich. Am Ende gewann verdient Lewis Hamilton vor dem Überraschungszweiten Nelson Piquet jun. und Felipe Massa dem Drittplazierten.

Die Strecke wurde nach dem Rennen für die Fans geöffnet und so konnten wir auf der Start-Zielgeraden in die Boxengasse schauen, die Boliden noch einmal aus der Nähe und die Mechaniker beim Zusammenpacken des Equipments beobachten. Es war ein wirklich großartiges Erlebnis und wir sind uns alle einig gewesen, das irgendwann noch einmal zu wiederholen. Als F1-Fan einmal von diesem „Live-Virus“ gepackt, kann man sich diesem nur schwer wieder entziehen. Wir haben uns dann entschlossen, den Abend noch einmal gemütlich auf dem Zeltplatz zu verbringen und erst am nächsten Vormittag wieder Heim zu fahren. Sollten doch die anderen im Stau stehen.

Fazit:

Abschließend möchte ich noch sagen, dass es ein gelungenes Wochenende war und ich es nur jedem Empfehlen kann, einmal selbst den Sound, die Vibrationen und den Geruch zu erleben und das trotz der hohen Eintrittspreise. Die zwei einzigen negativen bzw. unschönen Sachen waren an diesem Wochenende der „Zeltschlitzer“ und die Dixi-Klos. :-)

Viele Grüße von mir und vielleicht konnte ich ja dem einen oder anderen solch ein Event etwas schmackhaft machen.
Jan

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